1956
Einstieg ins Musikgeschäft

Mit Gründung des Bertelsmann-Schallplattenrings beginnt das Engagement im Musik- und Tonträgerbereich.

Nach dem Prinzip des Leserings startet Bertelsmann im Jahr 1956 den Schallplattenring. Das Programm besteht zunächst aus Klassik, Unterhaltung und Jazz und spricht bald mehr als 100.000 Mitglieden an. Der Einstieg in diesen neuen Geschäftsbereich bringt Heraus-forderungen mit sich. Da sich die Musikbranche, wie vorher die Buchwelt, gegen das Club-Konzept sperrt, muss die Musik von Bertelsmann selbst produziert werden. Es entsteht das Label „Ariola“, das nicht zufällig mit A beginnt: So wird es immer vorn in den Firmenlisten angeführt. Nach und nach kommen große Künstler ins Programm oder werden von der Ariola zu Stars aufgebaut. 1965 kann Bertelsmann verkünden: "Peter Alexander, Spitzenstar der leichten Muse, exklusiv bei uns". Es folgen Publikumslieblinge wie Mireille Mathieu, Udo Jürgens und Heintje. Ariola wird zu einer etablierten Größe in der deutschen Musikwelt. Neben dem Schlager- und Unterhaltungsrepertoire gibt es auch Sprechplatten mit Hörspielen und Hörbüchern. Es können Sprecher wie Will Quadflieg und Horst Casper gewonnen werden. Die Schallplattenfabrik Sonopress nimmt 1958 in Gütersloh den Betrieb auf. Bis 1968 werden mehr als 50 Millionen Tonträger gefertigt.

Bilder
Videos